Donald Trump – Ein Desaster für’s Klima

Was bedeutet Donald Trumps Präsidentschaft für den Umwelt- und Klimaschutz? Seinen Wahlkampfaussagen zur Folge sieht es wirklich düster aus. Dieser Artikel hier fasst das nochmal zusammen.

Hier folgen noch erste Äußerungen und Meinungen von weltweit bekannten Klima-Forschern zum Thema. 

Da kann man nur hoffen, dass der Wahlkampf und die Politik, die dann tatsächlich gemacht wird, sich deutlich unterscheiden. Ich fürchte allerdings, dass es ein einziges großes Desaster wird…

National Gepgraphic Nature Photographer of the Year 2016 – Vorauswahl

Die Phase zum Einreichen von Bildern für den National Geographic Nature Photographer of the Year 2016 ist vorbei und es sind wieder viele beeindruckende, tolle Bilder in die Vorauswahl eingegangen. Ich habe mich schon durch geklickt und bin selber ein wenig überrascht darüber welches Bild mein Liebling ist. Deshalb folgt nun auf dem Fuß eine kleine Auswahl an Fotos, die mir besonders gut gefallen haben.

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Einfach aus dem Grund, dass mich der Anblick dieses letzten Bildes aufheitert, ist es mein Gute-Laune-Favorit:

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Quelle: National Geographic

ThuleTuvalu

Wo ich gerade dabei bin, möchte ich auch ThuleTuvalu nicht unerwähnt lassen. Auch eine phantastische Klimawandel-Doku aus dem Jahr 2014, die ich diesen Sommer auf der MS Wissenschaft sehen konnte. Der Film stellt die Folgen des Klimawandels anhand der Schicksale von Menschen in Thule (Grönland) und Tuvalu (Pazifischer Ozean) dar und hat eine sich steigernde, eindringliche Erzählweise. Dabei ist er immer ganz nah an den bereits direkt betroffenen Menschen dran, wodurch er mir noch stärker im Gedächtnis geblieben ist.

Before the Flood

Heute abend bin ich endlich dazu gekommen Before the Flood anzuschauen. Ich fand den Film sehr gut, auch wenn er für mich als Ökologin keine neuen Erkenntnisse bereit hielt. Ich finde die Thematik sehr gut aufgearbeitet, dargestellt und erklärt. In einer besseren Welt und für Leute, die bisher keine Muße hatten sich näher mit dem Thema auseinanderzusetzen, sollte das Pflichtprogramm sein.

Bis Sonntag kann ihn noch jeder kostenfrei sehen!

Ein Nachruf für das Great Barrier Reef

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Veröffentlicht im Outside Magazine, geschrieben von Rowan Jacobson, macht ein Nachruf für das Great Barrier Reef die virale Runde. Man kann dabei davon ausgehen, dass es sich um einen Weckruf oder vielleicht euch eine Prophezeiung handeln soll, denn das GBR ist mit Sicherheit in einem schlechten Zustand, aber tot ist es nicht.

Nun lässt sich darüber streiten, ob es unvernünftig ist der Welt zu erklären, es gäbe das GBR nicht mehr, obwohl das Riff als Ganzes natürlich noch lebt. Es ist eine drastische Maßnahme und nicht wenige bekommen es sicherlich in den falschen Hals. Denn warum noch Maßnahmen für eine verlorene Sache ergreifen?

Durch solche Artikel könnte es noch schwerer werden in großen Bevölkerungsschichten das nötige Bewusstsein und die Sensibilität dafür zu wecken, effektive Maßnahmen gegen den Klimawandel und zum Schutz des Riffes zu ergreifen.

Andererseits weiß aber auch jeder, der im Bereich Klimawandel, Ökologie oder Naturschutz tätig ist, wie frustrierend diese Arbeit sein kann. Vielleicht war so eine Darstellung deshalb längst überfällig. Denn wenn wir so weiter machen wie bisher, wird aus dieser Prophezeiung sehr bald schon bittere Realität und dies hat deutlich weitreichendere Konsequenzen als nur den Rückgang von Touristenzahlen. Da fällt es schwer immer positiv zu bleiben.

In jedem Fall rückt das Thema Klimawandel an einem prominenten Thema wie dem Verlust des Great Barrier Reefs wieder etwas mehr in den Fokus, eventuell auch bei Menschen, die sich damit ansonsten nicht auseinander setzen würden. Zumindest ist das Echo in den sozialen Medien groß. Zwar gibt es da genug, die das ganze definitiv als Anlass sehen alle Bemühungen zur Verbesserung der Situation einzustellen, aber auch viele, die den Artikel nicht als echten Nachruf verstehen und ein tieferes Verständnis der Materie beweisen.

Leider führt nur ein Diskurs über das Thema in der Konsequenz nicht zu konkreten und effektiven Hilfsmaßnahmen, und ich bezweifle auch, dass dieser Artikel etwas daran ändern wird. Aber es ist eine andere,  kreative, eher unwissenschaftliche Herangehensweise, die mir – je länger ich darüber nachdenke – immer besser gefällt, weil sie letztlich brutal ehrlich ist und uns zeigt, was auf uns zukommt.

Eine kritische Auseinandersetzung, die auch nochmal die Probleme, die damit einhergehen und offensichtliche Fehler im Artikel aufzeigt, findet sich beispielsweise auch hier.

 

 

 

Wie Leitmedien dem Kurs der politischen Eliten folgen

Hier möchte ich aus einem meiner Ansicht nach im Ganzen sehr lesenswerten Artikel, veröffentlicht auf NachDenkSeiten.de, zitieren, auf den ich heute aufmerksam gemacht wurde. Er befasst sich unter anderem anhand konkreter Beispiele damit wie die politischen Eliten die Menschen betrügen und dabei von den Leitmedien viel zu selten kritisch hinerfragt oder bloßgestellt, sonder hauptsächlich unterstützt werden.

Das folgende Zitat befasst sich dabei mit der Berichterstattung zur Weltklimakonferenz in Paris 2015. Ich finde man kann gar nicht oft genug auf diese Augenwischerei aufmerksam machen. Die Verantwortung für eine klimagerechtere Welt wird aufgeschoben und die Handlungsmöglichkeiten zukünftiger Generationen, sowie deren und auch unsere Lebensqualität werden unumkehrbar eingeschränkt und verschlechtert.

(…) nehmen wir exemplarisch die Weltklimakonferenz in Paris. Das Leitmedium FAZ brachte zum Auftakt ein mehrseitiges „Klimagipfel-Special“. Im Aufmacher erfuhren wir, dass unter Führung der Klimakanzlerin Angela Merkel die „Klimamusterschüler“, die Europäer, beim letzten entscheidenden Gipfel in Kopenhagen 2009 „machtlos“ „vom Katzentisch aus“ zusahen, wie Obama in Nachtsitzungen versuchte, einen Deal herzustellen – und scheiterte. Nun solle gewährleistet werden, dass die Energiewende, wie sie „unter Ächzen“ in Deutschland vorgemacht werde, auch weltweit gelinge. Klima habe längst eine Priorität auf den „Tagesordnungen der G-7-, der G-20-Staaten“ – dank Merkel. Aber es gäbe da Bremser und Klimaschurken. „Saudi-Arabien und Venezuela“ etwa blockierten die Klimaverhandlungen. Und sie sind nicht allein: „Unter Verweis auf die ‚historische Verantwortung‘ der Europäer und Amerikaner weigern sich Staaten wie China, Indien oder reiche Ölstaaten bisher, einen angemessenen Anteil der Kosten dafür zu tragen, den Klimawandel zu verhindern oder sich an seine Folgen anzupassen.“ Wir erfahren, dass die Industrienationen nicht mehr wie noch 1990 zwei Drittel, sondern „nur noch die Hälfte“ der weltweiten Treibhausgase emittierten. Aber: „Die Europäer allein können das Klima nicht retten“.

Im Kern ist das der ideologische Rahmen, in dem die Mainstreammedien Klimaschutz und die Klimakrise thematisieren: EU und Deutschland bemühen sich, die Welt zu retten, andere – wie die USA – müssen noch mitgezogen werden, und die Bremser – China & Co. – müssen endlich auch liefern, nur so kann die Klimakrise verhindert werden. Es gibt noch weitere ideologische Elemente in der medialen Berichterstattung, zum Beispiel, dass die Bevölkerungen für die Rettung des Planeten aufkommen müssen und sollen – und nicht etwa jene, die bis heute mit der Schädigung der Atmosphäre enorme Profite gemacht haben.

Schauen wir uns demgegenüber aber einmal die Realität an: Bisher haben Deutschland und die EU kaum Emissionsreduktionen durch Klimaschutz erreicht, die „Musterschüler“ haben unter anderem von günstigen externen Umständen wie der Deindustrialisierung nach dem Fall der Mauer profitiert. Die deutsche Regierung hat auf EU-Ebene sogar viele Klimaschutz-Maßnahmen blockiert und aufgeweicht, so beispielsweise die CO-2-Grenzwerte bei Neuwagen. Deutschland ist zudem „kohlenstoffinsolvent“, hat von 1990 an gemessen längst sein „Emissionsbudget“ ausgeschöpft und ist tief im Treibhausgas-Soll. Würden die Emissionen, die in China usw. bei der Produktion von Gütern entstehen, die schließlich in Deutschland konsumiert werden, nicht auf das Konto von China, sondern auf das der Deutschen angerechnet, hätten wir ein Viertel mehr Treibhausgase in der Bilanz, China hingegen weitaus weniger. Auch ist es weiter in einer Führungsposition bei den Pro-Kopf-Verbräuchen von Treibhausgasen. Ein Deutscher produziert beispielsweise doppelt so viele Treibhausgase im Jahr wie ein Chinese und achtmal so viele wie ein Inder.

Auch macht die EU-Zusage, bis 2030 40 Prozent der Treibhausgase zu senken, nur ein Fünftel des „fairen Anteils“ aus, den die Staatengemeinschaft eigentlich leisten müsste, wenn man das verbleibende Globalbudget an CO-2-Emissionen einigermaßen gleich verteilen würde Ähnliches gilt für die USA, während die Entwicklungsländer wie China, Indien & Co. mit ihren Reduktionszusagen ihren Anteil sogar übererfüllen, wenn man konservative Fairness-Kriterien anlegt. Selbst wenn man den Fairness-Gedanken einmal abblendet und die Emissionsrealität zur Kenntnis nimmt, müssen die Industrienationen massiv nachlegen. Der britische Klimawissenschaftler Kevin Anderson, Vize-Direktor des renommierten „Tyndall Center for Climate Change Research“, hatte schon 2013 den damaligen EU-Kommissionspräsidenten Manuel Barroso in einem offenen Brief eindringlich gemahnt, dass aus wissenschaftlicher Sicht die EU bis 2030 mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 reduzieren müsste, um gefährlichen Klimawandel zu verhindern.

Doch solche Ansichten leiten weder die EU-Politik noch die deutschen Massenmedien an. Mit wenigen Ausnahmen jedenfalls.

Ebenfalls irrelevant für die deutsche Presse: Mit den aktuellen Klimaschutzmaßnahmen, insbesondere im Bereich Kohleverstromung, wird Deutschland den Prognosen nach selbst sein offizielles, viel zu niedriges Klimaziel für das Jahr 2020 sehr wahrscheinlich verfehlen. Die Reaktion der Presse: Das deutsche „Klimanotprogramm“ sei nach Jahren steigender Emissionen ein „Etappensieg für Hendricks“ und der „Kohlekompromiss“ ein „Durchbruch gegen Klimakiller“ – so exemplarisch die taz. Während die vor kurzem aufgeflogenen Emissionstricksereien Chinas die deutschen Artikelschreiber echauffieren, wird über die Schönrechnereien der eigenen Regierung wohlwollend hinweggesehen.