Outlaws in Air City

Heute bin ich über diesen animierten, kurzen Lehrfilm im Western-Style gestolpert, der vom IASS (Institute for Advanced Sustainability Studies Potsdam) erstellt wurde. Er verdeutlicht wie Luftverschmutzung und Klimawandel untrennbar miteinander verbunden sind. Dabei wird insbesondere auf einige kurzlebige Klimaschadstoffe eingegangen und gezeigt wie wir diese und andere Treibhausgase im Alltag erzeugen und was wir tun können, um sie zu reduzieren.

Das sorgt nicht nur für bessere Luft und ein besseres Klima, sondern ist auch ein wichtiger Faktor für die Gesundheit.

Film ab auf deutsch:

Zusätzlich ist der Film auch hier auf englisch zu finden.

 

Bundesregierung beschließt Klimapaket

Es geht um Beschlüsse, die helfen sollen die geplante Reduzierung der Emissionen um 40% bis 2020 zu senken. Prinzipiell keine schlechte Idee, nur geht selbst das Bundesumweltamt nicht mehr davon aus, dass dieses Ziel für uns in diesem Zeitraum erreichbar ist und möchte die Frist dafür auf 2030 verschieben.

Energiedämmung soll in Milliardenhöhe gefördert werden, obwohl die Wirksamkeit dieser Maßnahme nach wie vor stark umstritten ist und die Kosten dafür in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen. Es ist also mehr als fraglich ob dieser Schritt bei den drastischen Emissionseinsparungen helfen kann, die nötig sind. Hinzu kommt die erhöhte Brandgefahr. Das aktuell verbreitetste Flammenschutzmittel ist Hexabromcyclododecan, kurz HBCD. Dieser Stoff wurde mittlerweile verboten, weil er besonders langlebig und in der Umwelt schlecht abbaubar ist, er schädigt Wasserorganismen und steht in Verdacht fruchtschädigend zu sein. Ein weiteres Problem ist das starke Fernverbreitungspotential, dessen Ausmaß durch den Nachweis des Stoffes in Fischen, Meeressäugern und Raubvögeln der Arktis deutlich wird. Bereits 2008 wurde die Chemikalie von der Europäischen Union als „sehr besorgniserregend“ eingestuft, aber erst in einem Beschluss vom 09.Mai 2013 von den Vereinten Nationen verboten. Dieses Verbot trat erst nach einer einjährigen Übergansphase in Kraft, aber Ausnahmen des Verbotes sind möglich und wohl noch ein paar Jahre wahrscheinlich. Lohnt sich also weder finanziell für Hausbesitzer, noch für die Umwelt. Nur die Wärmedämmungslobby scheint davon zu profitieren.

Einsparungen von CO2 sind auch bei fossiler Energieerzeugung geplant. Weniger Verstromung von Kohle ergibt Sinn. Im Rahmen der Energiewende ist der Sektor der erneuerbaren Energie zwar gewachsen und erzeugt mittlerweile ungefähr 24% des Stroms. Allerdings hat auch die Kohleverstromung stark zugenommen und so zu einer Erhöhung der CO2-Emissionen Deutschlands geführt. Kann dieser Trend nicht umgekehrt werden, ist das Klimaziel für 2020 definitiv nicht zu erreichen. Deshalb sind auch hier Einsparungen geplant.

Auch im Verkehr und Landwirtschaft sollen durch Energieeffizienz und klimafreundliche Wirtschaft Emissionen reduziert werden.

Viele der Maßnahmen sind allerdings noch offen und es ist fraglich, ob sie wirklich in Kraft treten werden. Auch bei Umsetzung wird es vermutlich keine ausreichende Reduzierung der Emissionen durch diese Maßnahmen geben. Sodass die dringend zu erreichenden Klimaziele weiterhin auf der Strecke bleiben werden.

https://www.tagesschau.de/inland/klimaschutz-kabinett-101.html

Doku – Grenzen des Wachstums

https://www.youtube.com/watch?v=hr9dTAI75cc

Eine Journalistin befasst sich mit ihrer eigenen CO2-Bilanz und macht sich auf die Suche nach einem nachhaltigeren Lebensstil. Dabei wird auch ein Blick auf konkrete Projekte in Frankreich, Spanien und Deutschland geworfen.

Im Diskurs “Ökokapitalismus” vs. “Wachstumsbremse” ist diese Doku auf letzterer Seite angesiedelt und will deutlich machen, dass grenzenloses Wachstum in einer Welt mit nur begrenzten Ressourcen kaum möglich ist. Es werden beispielhaft Projekte vorgestellt, die den Ausstieg aus der Konsumgesellschaft üben.